In der Nacht zum Dienstag, den 13. Juli, wurde die Fensterscheibe des Bundestagsabgeordneten Raju Sharma in Eutin eingeworfen.
Auch wenn die Polizei nun gegen "unbekannt" ermittelt, ist jetzt schon klar, dass es sich hierbei um einen politischen Anschlag handelt, und eigentlich auch, woher dieser Anschlag kommt.
Sascha Thomas, Wahlkreismitarbeiter von Raju Sharma in Eutin, sieht den Zusammenhang mit der Tagung des Runden Tisch gegen Faschismus Eutin, welcher in der Woche davor im Wahlkreisbüro stattfand: "Dass Nazis schon vorher an einem anderen Tagungsort Sachbeschädigungen als Reaktion auf antifaschistische Treffen als probates Mittel gesehen haben, um Beteiligte einzuschüchtern, ist bekannt. Auch während des letzten Treffens des Runden Tisches fuhren sie provokativ mehrfach motorisiert am Büro vorbei und suchten gezielt die Provokation."
Beim Runden Tisch ist man sich indes einig, dass man sich von derlei Aktivitäten der Nazis nicht einschüchtern lassen wird und weiterhin dafür Sorge tragen wird, dass Nationalisten und Faschisten keinen Platz in Eutin und Ostholstein einnehmen.
"Wir werden uns nun an die Stadt wenden, um öffentliche Räume für unsere Treffen zu bekommen und somit auch das Bekenntnis der öffentlichen Hand, dass es Handlungsbedarf gegen rechtsextreme Strukturen in Eutin gibt und sich die Stadt klar von den Nazis und deren Treiben distanziert, " so Sascha Thomas abschließend.
Der nächste Runde Tisch gegen Faschismus Eutin findet am Donnerstag, den 5. August statt.