13. März 2010 Raju Sharma

Meine erste Bürgersprechstunde im Kieler Wahlkreisbüro: Katzheide und die Schwentinemündung waren die Themen

Am Donnerstag, den 11. März 2010 hatte ich meine erste Bürgersprechstunde als Bundestagsabgeordneter. Das war nicht nur für mich, sondern für das ganze Team im Kieler Wahlkreisbüro eine echte Premiere. Den Termin hatten wir vorher bekannt gegeben, und anmelden musste man sich nicht, so dass wir alle nicht so recht wussten, was uns da erwarten würde. Tatsächlich wurde es dann sehr vielseitig:

Herr  M. von der Stadtteilinitiative schilderte ausführlich von dem Kampf der Gaardener Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt ihres Schwimmbades " Katzheide".  Das beliebte Freibad ist in seiner Existenz bedroht, da die Stadt Kiel in unmittelbarer Nähe ein großangelegtes Zentralschwimmbad plant. Im Zuge dieses Neubaus soll das Sommerbad Katzheide als städtisches Bad nicht mehr betrieben werden.  "Katzheide", so Herr M. ," ist für unsere Kinder und Jugendlichen ein besonders wichtiger Treffpunkt und eine entscheidende Möglichkeit der Integration der verschiedenen sozialen und kulturellen Unterschiede vor Ort. Wir fordern die Stadt Kiel auf, das Freibad zu erhalten und weiterhin für alle zugänglich zu machen. Wir werden uns weiter für das Ziel einsetzen, den Stadtteil lebenswert zu erhalten."                 

Das finde ich richtig, und deshalb sehe ich das geplante Zentralbad auch ebenso kritisch wie die Ratsfraktion der LINKEN, die sich in der Kieler Ratsversammlung unmissverständlich für ein dezentrales Bäderangebot ausgesprochen hat. Ich habe der Stadtteilinitiative zugesagt, sie in ihren Forderungen zu unterstützen.

Herr P. und Frau F. aus Dietrichsdorf stellten mir ihre Ideen für die Umgestaltung der Schwentinemündung vor.

Die Schwentinemündung mit der ehemaligen Holsatiamühle und dem Fachhochschul-Campus auf der Norduferseite und dem früheren Kieler Fischmarktgelände auf der südlichen Uferseite des Flusses sei ein idealer Standort für kleinere Museen und Ausstellungen. Derzeit sind schon einige Institutionen vor Ort: der Mediendom und die Sternwarte der FH, der Bunker D, das Gießereimuseum und die Schwentinefahrt. Mit der Einbeziehung des dort ansässigen Geomar-Instituts und weiterer, kleinerer, meist von Vereinen getragener, Museen könne ein lebendiges und tourismusrelevantes Areal entstehen.

Ich finde den Plan ausgesprochen interessant und finde, dass man in den Ortsbeiräten Dietrichsdorf und Wellingdorf über diese Vorstellungen diskutieren und dann gemeinsam zu einem in sich geschlossenem Konzept kommen sollte. Dabei will ich gern behilflich sein.

Dann war die Zeit auch schon bald um. Und mein persönliches Fazit: So habe ich mir Bürgersprechstunden vorgestellt - interessant, informativ und vor allem ganz nah am Bürger. Auch das Gespräch mit Herrn H., der mir seine ganz persönlichen Lebensprobleme in Beruf und Beziehung schilderte, gehört für mich in eine Bürgersprechstunde. Manchmal brauchen die Menschen einfach mal jemanden, der zuhört.

Die nächste Bürgersprechstunde in Kiel-Gaarden findet am Donnerstag, den 8. April 2010 um 17.30 Uhr statt.