15. Juni 2011 Sascha Luetkens, Wahlkreisbüro Eutin

Eutiner Runder Tisch gegen Faschismus tagte öffentlich

Mehr als 40 Menschen kamen am Donnerstag, den 9. Juni, in Eutin auf dem Marktplatz für ein öffentliches Treffen des Runden Tisches gegen Faschismus zusammen.

Anlass dieser eher ungewöhnlichen Aktion waren die vermehrten Anschläge von Nazistrukturen in der Stadt. Der Runde Tisch hat es satt, dass Opfer faschistischer Gewalt allein gelassen und von der Öffentlichkeit ignoriert werden.

Über 40 Menschen kamen zusammen, jung und alt, und soldarisierten sich mit diesem Protest. Ein großer Erfolg.

Bisher fehlt es noch immer an einem öffentlichen, nicht privaten Tagungsraum, der zeigen würde, dass sich die Stadt schützend hinter den Runden Tisch stellt und eindeutig Position gegenüber Betroffenen des Naziterrors bezieht.
Auf dem Marktplatz zu tagen war natürlich ein symbolischer Akt, doch er hat gewirkt.

Die Menschen in der Stadt nehmen zunehmend Anteil und sind nicht mehr bereit die Nazis unkommentiert im privaten Raum agieren zu lassen. Nur gemeinsam und öffentlich lässt sich dieses Problem bewältigen  - so das Fazit des Eutiner Runden Tisch gegen Faschismus.

Der Runde Tisch trifft sich in einem Monat wieder, am 7. Juli.
Außerdem wird angestrebt noch in diesem Jahr eine Ausstellung zum Thema Faschismus nach Eutin zu holen.