2. Oktober 2010 Raju Sharma

Grußwort zum 100. Jahrestag des 5. Weltkongresses für freies Christentum und religiösen Fortschritt

Liebe Gastgeber, liebe Gäste, liebe Gläubige, liebe Festredner!

So schön diese heutige Zusammenkunft von Muslimen, Juden und Christen auch ist, sie hat einen gewaltigen Fehler: Sie findet in unserer Gesellschaft zu selten statt.

Wären Treffen wie dieses häufiger, würde der Fokus - wie viel zu oft der Fall - nicht auf den Unterschieden der verschiedenen Bekenntnisse liegen, sondern viel mehr auf deren Gemeinsamkeiten - den Grundsätzen nämlich, die jeder Religion zugrunde liegen: die Liebe zum Menschen, der Glaube an das Gute in ihm, der Wunsch nach Gemeinschaft und Solidarität.

Gerade auch in Hinblick auf die Debatten der letzten Zeit ist es deshalb umso wichtiger, dass es Menschen gibt, die den Toleranzgedanken leben – so wie Sie heute und wie vor hundert Jahren die Teilnehmer des „Fünften Weltkongresses für freies Christentum und religiösen Fortschritt“.

Leider war es mir nicht möglich, heute persönlich bei der Ehrenfeier dabei zu sein – so wünsche ich Ihnen allen auf diesem Wege ein schönes und erkenntnisreiches Fest!

Herzliche Grüße

Raju Sharma