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"Für radikale Änderungen"

Die evangelische Zeitschrift "idea Spektrum" befragte die religionspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen über das Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften. Im Interview spricht sich Raju Sharma für eine klare Trennung von Staat und Kirche aus.

Er war Mitglied im Marxistischen Studentenbund Sparta­ kus, der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend und der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP). 13 Jahre gehör­te er der SPD an, bevor er 2005 der Linkspartei beitrat. 2009 zog der Hamburger Raju Sharma (46), Sohn eines indi­schen Vaters und einer deutschen Mutter, in den Bundestag ein. Heute sagt Sharma: „Ich war in marxistischer Theorie nie gut. Meine Kollegen konnten das viel besser runter­beten.“ Glaubt er noch an den Kommunis­mus? „Die jetzige Gesellschaftsordnung ist nicht das Ende der Geschichte“, sagt Sharma. Für ihn bleibe „eine vage Sehnsucht“. Im per­sönlichen Gespräch spricht Sharma ganz sanft, bei Reden im Bundestag bevorzugt er den kräftigen Ausdruck, etwa wenn er der CDU „Pharisäertum“ vor­wirft und behauptet, diese wolle eine „christliche Staats­religion“. Von den fünf religionspolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen vertritt Sharma die radikalsten Änderungswünsche. In einem Entwurf für das Parteiprogramm hat er Anfang dieses Jahres für eine „klare Trennung von Staat und Kirche“ geworben.

Mit freundlicher Genehmigung ideaSpektrum Ausgabe 21 vom 25. Mai 2011 – unter www.idea.de

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