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Streikrecht für Beschäftigte der evangelischen Kirche

Kann Streiken Sünde sein? Für die gut zweieinhalbtausend Menschen, die am Freitag auf dem Magdeburger Domplatz zusammen gekommen waren, stellt sich die Frage nicht. Die EKD will per Kirchenrecht das Streikrecht für ihre Beschäftigten ausschließen und erntete entsprechend lautstarken Protest. Raju Sharma und Jutta Krellmann sandten ein Grußwort.

Kann Streiken Sünde sein? Für die gut zweieinhalbtausend Menschen, die am Freitag auf dem Magdeburger Domplatz zusammen gekommen waren, stellt sich die Frage nicht. Die EKD will per Kirchenrecht das Streikrecht für ihre Beschäftigten ausschließen und erntete entsprechend lautstarken Protest. Raju Sharma und Jutta Krellmann sandten ein Grußwort.


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Linksfraktion im Bundestag erklärt sich mit Eurem Kampf für Arbeitnehmerrechte solidarisch. Wir verurteilen das Ansinnen der EKD, Streiks kirchengesetzlich zu verbieten und damit Euch als Beschäftigte zu illegalisieren.

1,3 Millionen Beschäftigte arbeiten bei Kirchen und kirchlichen Einrichtungen. Viele von ihnen klagen über sachgrundlose Befristungen, über niedrige Löhne und Minijobs, Ausgliederungen und lange Arbeitszeiten.

Damit muss Schluss sein!

Aus diesem Grund soll das Streikrecht auch für Beschäftigte von Kirchen und kirchlichen Einrichtungen eine Selbstverständlichkeit sein. Ohne Streikrecht fehlt das wichtigste Instrument des Arbeitskampfes - und damit die Möglichkeit, Eure Position gegenüber Arbeitgebern zu behaupten, die sich längst nicht mehr wie selbstlose Samariter verhalten, sondern wie ein ganz normales profitorientiertes Unternehmen.

Im Bundestag hat DIE LINKE einen Gesetzentwurf eingebracht. Der Titel lautet: "Grundrechte der Beschäftigten in Kirchen und Kirchlichen Einrichtungen stärken".

Dafür ist es allerhöchste Zeit! Ihr seid keine Beschäftigten zweiter Klasse! DIE LINKE steht an Eurer Seite.

Jutta Krellmann

Raju Sharma

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