Bewerbung als Direktkandidat der Partei DIE LINKE für die Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis 05 -Kiel-
Liebe Genossinnen und Genossen,
im September 2009 wurde ich über die schleswig-holsteinische Landesliste der Partei DIE LINKE erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt. Nun möchte ich gern als Direktkandidat unserer Partei im Wahlkreis 05 -Kiel- kandidieren.
Liebe Genossinnen und Genossen,
im September 2009 wurde ich über die schleswig-holsteinische Landesliste der Partei DIE LINKE erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt. Nun möchte ich gern als Direktkandidat unserer Partei im Wahlkreis 05 -Kiel- kandidieren.
Zu den Schwerpunkten meiner parlamentarischen Arbeit in der laufenden Wahlperiode gehören die Innen- und Rechtspolitik, die Religionspolitik und die Angelegenheiten der autochthonen Minderheiten (Dänen, Friesen, Sinti und Roma). Mit der Wahl zum -ehrenamtlichen- Bundesschatzmeister der Partei im Mai 2010 habe ich darüber hinaus die Federführung für die Initiativen der Linksfraktion zur Bekämpfung des Lobbyismus und zur Verbesserung der Transparenz in der Parteienfinanzierung übernommen.
Die Bundestagswahl 2013 ist für DIE LINKE eine große Herausforderung. Wir wollen mit den Schwerpunktthemen soziale Gerechtigkeit, Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten, Frieden und Demokratisierung der Gesellschaft ein Ergebnis erreichen, das möglichst nah an das sehr gute Abschneiden bei der Bundestagswahl 2009 heranreicht. Dabei werden wir auf konkrete Lösungen der Probleme und auf Kooperation in einer breiten gesellschaftlichen Linken setzen. Wir wollen einen anderen Weg gehen - einen wirklichen Richtungs- und Politikwechsel vorbereiten, mit allen, die dazu bereit sind. Ich möchte als Direktkandidat in Kiel meinen Beitrag dazu leisten.
Kiel hat für meine politische Arbeit eine besondere Bedeutung. Hier durfte ich im Frühjahr 2009 für unsere Partei bei der Oberbürgermeisterwahl kandidieren. Dabei haben wir dank einer hervorragenden Zusammenarbeit zwischen der Kieler Rathausfraktion, dem Kreisvorstand und der tatkräftigen Unterstützung vieler engagierter Genossinnen und Genossen mit 6,8 % der Stimmen gemeinsam ein beachtliches Ergebnis und viel positive Aufmerksamkeit für unsere Partei erreicht.
Das Wahlkreisbüro im Kieler Stadtteil Gaarden hat sich in kürzester Zeit zu einer Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und unsere Bündnispartner in den sozialen Bewegungen entwickelt. In Abstimmung mit dem Landesvorstand und dem Kieler Kreisvorstand hatten wir uns seinerzeit bewusst für einen Standort in einem sozialen Brennpunkt entschieden. DIE LINKE sollte präsent, vor Ort aktiv und für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar sein. Das große, ebenerdige Büro im Karlstal liegt unübersehbar mitten in Gaarden. Neben dem Abgeordnetenbüro gibt es noch ausreichend Platz für die Kreisgeschäftsstelle der Kieler LINKEN. Dank einiger Umbaumaßnahmen gibt es in der ehemaligen Arztpraxis nun eine Raumaufteilung, die es erlaubt, unabhängig von Wahlkreisbüro und Geschäftsstelle weitere Räume für die Kieler Arbeitslosen-Initiative zu nutzen. Die Beratungstätigkeit der ehemaligen „Aloini-Kiel“ wird dort mittlerweile durch den „Verein für soziale Gerechtigkeit-Kiel“ fortgeführt. Bis heute sind mehr als 800 Personen durch den Verein im Karlstal beraten worden. Zu den Entwicklungen der kommenden Zeit gehören: kostenloser Internetzugang an drei extra dafür bereitgestellte PCs, angedacht sind kostenlose Einführungsschulungen und der Aufbau einer Leih-/Tauschbibliothek. Darüber hinaus hat sich das Sozialfrühstück, in guter Zusammenarbeit mit dem Kieler Kreisverband, als Ort der Begegnung durchsetzen können.
Seit Beginn der Legislaturperiode fanden im Kieler Wahlkreisbüro und „vor Ort“ zahlreiche Bürgersprechstunden und Vernetzungstreffen statt – unter anderem mit der Sozialkirche Gaarden, der Ahmadiyya-Gemeinde Kiel, dem Alevitischen Kulturverein Kiel, dem Arabischen Kulturverein Kiel, der Deutsch-Kurdischen Gesellschaft (Boninstr.), dem Deutschen Mieterbund, dem Islamischen Kulturzentrum e.V. (Karlstal), der Jüdischen Gemeinde Kiel, dem Türkisch-Islamischen Kulturverein (Elisabethstr.), dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, dem Betriebsrat des Städtischen Krankenhauses Kiel, dem HDW-Betriebsrat, den Ver.di-Senioren, dem Verein „Arbeiterkind“, der Alzheimer Gesellschaft Kiel, dem AWO Landesverband Schleswig-Holstein, dem Verein „Väteraufbruch für Kinder“ Kiel, den Brüdern Chaudhry (Filmemacher „ Die Kriegstrommel“), der Buchhandlung Zapata, dem Verein HEMPELS und Occupy Kiel.
Viele der im folgenden aufgeführten Veranstaltungen, die wir später in Kiel und anderswo durchgeführt haben, aber auch manche parlamentarische Initiativen, nahmen ihren Ausgangspunkt in diesen Treffen und Bürgersprechstunden,
Eigene Veranstaltungen in Kiel waren zum Beispiel:
- „Der Staat als Beute“ (mit Halina Wawzyniak)
- „Coming from Membe“ (mit Tina Barg)
- „Gerecht geht anders“ (mit Meike Lüdemann und Günter Ernst-Basten)
- „Neuerungen im Bereich elterlicher Sorge“ (mit Jörn Wunderlich)
- „Privatsphäre in der digitalisierten Gesellschaft“ (mit Halina Wawzyniak und Thilo Weichert)
- „Berliner Frühstück“ (aus der Arbeit im Bundestag)
- „Frei sein. High sein. - Drogenpolitik in der Diskussion“ (mit Frank Tempel und Georg Wurth)
- „Rot-Rot-Grün - Das Leben ist bunter“ (mit Jan Korte)
- „Religion und Recht und Freiheit“ (Veranstaltungsreihe zur Beschneidungsdebatte)
Ich würde diese Arbeit gern als Direktkandidat der LINKEN im Wahlkreis 05 –Kiel- fortsetzen und bitte um eure Unterstützung.
Solidarische Grüße
Raju Sharma
P.S.: Noch ein paar persönliche Informationen:
Von 2007 bis 2009 war ich Mitglied und später stv. Vorsitzender der Bundesfinanzrevisionskommission. Im Frühjahr 2009 war ich OB-Kandidat der LINKEN in Kiel. Seit 2009 bin ich Mitglied unserer Bundestagsfraktion und seit 2010 ihr religionspolitischer Sprecher. Seit Mai 2010 bin ich Bundesschatzmeister der Partei DIE LINKE.
Meine politischen Wurzeln liegen in der Friedensbewegung der 1970er und 80er Jahre. Ich war Mitglied der SDAJ, der DKP und des MSB. Von 1992 bis 2005 war ich Mitglied der SPD. 2005 bin ich in die Linkspartei.PDS eingetreten und war von 2006 bis 2007 Vorsitzender der Landesfinanzrevisions-kommission und Sprecher der Linkspartei.PDS in der Steuerungsgruppe von Linkspartei und WASG in S-H im Rahmen des Parteibildungsprozesses.
Nach einem Studium in Hamburg und Bombay war ich als Rechtsanwalt tätig. Ab 1990 arbeitete ich im schleswig-holsteinischen Landesdienst u.a. als Leiter des Ministerbüros und Europareferent im Sozialministerium, als Prüfgruppenleiter beim Landesrechnungshof und als Referatsleiter in der Staatskanzlei. Von 2003 bis 2005 baute ich als Geschäftsführer der DFB Kulturstiftung das Kulturprogramm zur Fußball-WM 2006 auf. 2006 war ich Kurzzeitexperte eines EU-Projekts zum Aufbau der öffentlichen Finanzkontrolle in Bulgarien.
Im Landesdienst engagierte ich mich im Personalrat - u.a. als Personalratsvorsitzender, stv. Vorsitzender des Hauptpersonalrats und der AG der Hauptpersonalräte bei den obersten Landesbehörden.

